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| Yazan ediTör | |
| 14.09.2008 22:48 | |
"Die Tür, Die Schlange und Der Papagei, der die Wahrheit verletzte haben mich tief getroffen. ich hatte das Gefühl, einem türkischen Kafka zu begegnen. Ich dachte an Borges. Ich wünsche mir, daß seine Unvergleichlichkeit anhält. Die Wirksamkeit kurzer Erzählungen nimmt an Wert zu. İlhan Berk "Das Geschriebene als Ritual...Sadik Yalsizucanlar erschafft einen Kosmos mit seinem Buch "Die geheimnisvollen Ziegelsteine"... ein überaus feines, kunstreiches, mit Geduld gewobenes und nahezu vollkommenes Universum..." Cumhuriyet Kitap, 682, Ausgabe "Die behandelten Themen, die Kraft der Bilder und das Innenleben des Schriftstellers sind erfrischend, neu und interessant für die Türkische Literatur." Ayşe Şasa ![]() Suat Alkan Ahmet Kabakli "In seinem Buch "Geheimnissvolle Ziegelsteine" zeigt Sadik Yalsizucanlar, daß er sich auf den Weg jener Meister begibt, die in der Lage waren mit ihren Worten eine neue Welt zu erschaffen. Um dieses Erbe weiterzuführen, begrüßt er seine Leser mit einem Meisterwerk. Im ersten Teil des Buches schafft er ein Universum der Wörter. Der erste Teil ist "Das Buch der Buchstaben"...Während er im Zweiten Teil mit der Überschrift "Verzeichnis des Erzählens" eine Art Sinnesforschung betreibt, begegnet er uns im Dritten Teil "Tekfener" in aufrichtigen, warmherzigen Erzählungen, ohne jegliches Labyrinth und Spiele(...)Sadik Yalsizucanlar schreibt über das, was uns betrifft. Mit den "Geheimnisvollen Ziegelsteinen" begibt er sich auf die Suche nach der Weisheit, die wir verloren haben." Türkiye Zeitunng, 19.6 2003 Abdullah Harmanci "(...) Nach dem Schriftsteller zu urteilen ist die naheliegendste Aussage über sein Buch (Geheimnissvolle Ziegelsteine): Erzählen. Das Buch besteht aus drei Teilen: "Das Buch der Buchstaben", "Verzeichnis des Erzählens" und "Tekfener". Im ersten Teil schafft er eine Welt aus Buchstaben, im zweiten Teil begibt er sich auf eine geistige Reise in diese Welt und im dritten Teil erzählt er Geschichten, so wie wir sie kennen. Yalsizucanlars Erzählungen sind "traumhaft", sie fliessen indirekt in einem grenzenlosen poetischen Raum. Vielleicht ist das der Grund, warum die Texte keinen Rahmen haben. Er erwähnt Wittgenstein und Heidegger sowie er über den Koran und die Mystik des Islam plaudert. Das Sein in all seinen Facetten zieht den Schriftsteller in seinen Bann. In diesem Sinne betrachtet er die Welt aus einem breiten Blickwinkel." Selen Akiner "Der Reisende,der die Städte ziert" ist das erste Buch eines jungen Schriftstellers. Sadik Yalsizucanlar beschreibt die Krisen einer Gesellschaft, die einem ständigen Werteverlust ausgesetzt ist. In dem Chaos einer Gesellschaft, die sich ihren eigenen Werten entfremdet hat, versuchen die Individuen in einer Welt, die unter ihren Füssen verinnt , aufrecht zu bleiben. Aus diesem Grunde sind die Helden von Yalsizucanlar Frauen aus den Rotlichtmillieu...Der Erzähler schafft eine Welt, in die einzudringen sehr schwer ist. Leser, die an intrigante oder erheiternde Erzählungen gewöhnt sind, werden dieses Buch keineswegs in einem Atemzuge lesen, denn die Helden sprechen eine Sprache, die ein transzendentales Schaudern hinterlassend den Leser aus seiner Welt entreißt. Diese Perspektive, die sich manchesmal vom Tode aus in das Leben erstreckt, erscheint dem modernen Menschen wie eine Warnung. Es ist nicht immer ersichtlich, wo die Wahrheit aufhört, das surrealistische Herantasten, Hinterfragen beginnt...in gewisser Weise unterstreicht das die Andersartigkeit der Erzählungen. Neben den eintönigen Erzählformen, die vom Entarten der Welt berichten, erscheint Yalsizucanlar mit einem alternativen Stil. Auch wenn die zahlreichen Bewußtseinsveränderungen den Leser teilweise außer Atem lassen, lohnt es sich vieler dieser Erzählungen aus dem "Reisenden, der die Städte ziert " zu lesen. Adnan Teksen "Ayan Beyan ist keines der Bücher, die man in einem Atemzuge lesen und verdauen kann. So verhält es sich übrigens auch mit den anderen Werken des Schriftstellers. Es ist ein Buch, das es vermag über 108 Seiten lang unerwartet viele verschiedene Personen und Umstände in sich zu bergen, geschrieben von einem Schriftsteller, der den Leser vom Anfang an von einem Ort zum anderen trägt, ein Zustand, der vom Leser erst gegen Ende des Buches wahrgenommen wird. In der Erzählung "Das Müde Echo" wird die Geschichte eines Paares erzählt, zwei Menschen, die sich gefunden haben und doch ihrer eigenen Einsamkeit gegenüberstehen, aber nicht wissen, wie sie der Leere, die zwischen ihnen lebt, entkommen können. Eine Erzählung, die mit zwei Abtreibungen und Entäuschungen endet. In einer weiteren Erzählung geht es um einen Mann, der auf dem Markt einem einsamen alten Mann begegnet. Er folgt diesem Mann bis nach Hause, klopft an seine Tür und gibt ihm das Obst, das er für sich gekauft hatte. Die Geschichte von einem, der mit leeren Händen jedoch mit einem angefüllten Herzen heimkehrt. In der "Geschichte für den Toten" geht es um Soldaten, die gegen das Tragen Waffen sind, und von ihren Unteroffizieren geschlagen werden, um Menschen, die in der Schußlinie stehen, um Geschwister, die in die Untersuchungshaft kommen und nie wieder zurückkehren und letzlich um die, die der Folter nicht standhalten können und Selbstmord begehen: "Hier ist alles so unendlich schwer, so unendlich schwierig. Vatersein ist schwierig, die Liebe ist schwierig, das tägliche Überleben ist schwierig, die Militärpolizei ist schwierig. Jeden Moment können sie dich schnappen, einfach so und nie wieder wird etwas von dir zu hören sein, dein Name wird ausgelöscht und du gehörst zu denen, die vermißt werden..." Wer könnte es Yalsizucanlar verübeln, daß er nach all diesen Grausamkeiten in seiner folgenden Erzählung "Der Berg der Vernunft" Zuflucht sucht bei seinem Gott? Ciler Ilhan
Dogan Hizlan, Hürriyet Sein Mut in der Sprachführung in seinem Buch "Yakaza" ist im Hinblick auf die Türkische Literatur von hoher Bedeutung. In den zuletzt veröffentlichten Erzählungen schreibt er aus einer geistigen Haltung heraus, die im wahrsten Sinne des Wortes als ruhig zu bezeichnen ist. Die begeisterte Lyrik, die seine Erzählung von Anfang an begleitet, hat den Schriftsteller in Gefilde geführt, die der Reife eines Kierkegaardes gewachsen sind." Der bedeutungsvollste Aspekt aus dem "Wanderer" ist wohl, daß eine geschichtliche Person im Hinblick auf das Seelenleben des modernen Menschen als eine Möglichkeit dargelet wird. Während die religiöse Reise eines Geläuterten beispielhaft dem Menschen unserer Zeit offenbahrt wird, sehen wir hier, daß das Wesensbezogene hervorgehoben wird und formale Seiten im Unklaren gelasen werden. Der Schriftsteller erscheint uns in einigen Abschnitten in einer metaphorischen Prosa; andere Abschnitte sind in ihrer Sprache klar und deutlich.Während die verschiedenen Phasen aus dem geheimnisvollen Leben des Geläuterten nach und nach offenbahrt werden, erklärt sich, welche Imagination von welchem religiösen Zustand herrührt. An manchen Stellen verschließt sich das Buch dem Leser. Die Abschnitte aus dem Tagebuch des Wanderers erscheinen realistisch und vor allen Dingen glaubwürdig. Diese Glaubwürdigkeit verliert sich manchenorts, wenn aus der dritten Person Singular heraus gesprochen wird. Die imaginäre Sprache des Buches läßt erschließen, daß das Interesse und die Neugierde an der Person des Ibn Arabi und dem Sufismus, der in ihn leitet, von hoher Natur ist. In einem Gespräch mit Nuriye Akman sagte Yalsizucanlar über seinen Roman "Der Wanderer" , daß er sich hier in einem neuen Sprach-und Fiktionsverständnis versucht hätte. Gelesen in einem Atemzuge ist "Der Wanderer" dennoch ein Buch, das sein imaginäres Volumen nicht sofort preisgibt. Die Sprache, die Bertolucci in seinem Film "Little Buddha" anwendet, hat Yalsizucanlar in seinem Roman umgesetzt. Sabah Gazetesi, 4. Dezember 2004Im letzten Teil des Wanderers wird auf die Begegnung am Anfang des Buches hingewiesen und uns somit gezeigt, das der Anfang und das Ende eins sind. Die Antwort des Ibn Arabi an Ibn Rüsd, wird mit der Frage von Konevi widerbelebt. Mit dem letzten Satz kehren wir uns wieder der Stille zu- der Ruhe. Mit diesem Wort geht es nicht darum einen Ort zu finden und sich dort niederzulassen, vielmehr ist es ein Bestreben, sich ganz und gar zu umhüllen von der Stille. Im Wanderer erreicht Sadik Yalsizucanlar in seinem schriftstellerischen Dasein eine neue Haltestelle des Erzählens. An dieser Stelle erleben der Prosaist Yalsizucanlar und der Romancier ein spannungsgeladenes Verhältnis. Ich persönlich bevorzuge den Erzähler Yalsizucanlar. In seinem Werk "Nichts" (Erzählungen) hat er eine Ebene des Erzählens erreicht, die sich, wenn er sie denn vertiefen und weiterführen sollte, in unserer modernen Prosa verewigen wird. Halil İbrahim Kaya |