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40 Erzaehlungen Aus Der Untersuchungshaft und andere Geschichten
Yazan SadıK YalsıZuçanlaR   
01.03.2009 19:18
 Wegen eines Vorfalles zwischen mir und dem Ortsvorsteher des Stadtviertels Karşıyaka hatte man der Polizei meine Adresse genannt. Genau zu diesem Zeitpunkt ist mein Vater von der Treppe gefallen. Die Nachbarn haben die Polizei gerufen. Sie sind gekommen und haben meinen Vater mitgenommen. İch habe sofort bei der Wache angerufen. “Komm und hole deinen Vater ab,” haben sie gesagt. Da man nach mir fahndete, bin ich nicht hingegangen. İch bat einen Nachbarn, für mich hinzugehen. Auf der Wache sagte man ihm, dass mein Vater nicht dort waere. Am nechsten Tag rief ich wieder dort an. Man empfahl mir, mich zu stellen. İch würde meinen Vater nicht sehen dürfen, wurde mir gesagt. İn der Zwischenzeit hatte ich mich bei der Menschenrechtsorganisation gemeldet. Sie haben sich mit der Angelegenheit bescheftigt. Am nechsten Tag rief ich auf der Wache an und fragte, was sie mit meinem Vater gemacht hetten.

Auf meine Frage, ob sie meinen Vater getötet haben, antwortete mir ein Beamter namens Recep:”... geh und such ihn doch, aber das wird nicht einfach für dich sein.” Sein Lachen hallte durch den Hörer. Zwanzig Tage nach diesem Vorfall hat man unser Haus in Kadifekale untersucht. Mit einem Schlosser zur Hilfe haben sie die Tür geöffnet. Sie nahmen den Ausweis meines Vaters, den Kalender mit den Fotos von Che und das goldene Armband meiner Schwester mit. Wie man dem Autopsiebefund entnehmen kann, hatte er Brüche und Weichteiltraumata an seinem Körper. Auch ist zu erkennen, dass er ,auf mehrere Einschlege folgend, eine Gehirndurchblutung erlitt. İn der Aussage des Zugführers war zu lesen, dass er ihn nicht angefahren habe. Nach dem er ausgestiegen war, habe er erkennen können, dass man ihn geschlagen hatte. Zudem bestetigt der Autopsiebefund die Aussage des Zugführers. İn dem Befund steht ausserdem, dass die Wunden, die man ihm zufügte, am heilen waren. Die Beschuldigungen des Staatsanwaltes sind ünbegründet. Es ist erwiesen, dass mein Vater nicht wegen des Zugaufpralls, sondern an den Folgen der Schlege, also an einer Gehirndurchblutung gestorben ist. Man fand den Leichnam meines Vaters ohne seinen Ausweis. Einen Tag davor wurde sein Ausweis aus unserem Haus entnommen. Trotz dieser Tatsache wird er im Krankenhaus und in der Leichenhalle als anonym aufgenommen. Keines unserer Gesuche bei der Staatsanwaltschaft ist bisher beantwortet worden. Sie haben nicht nach meinem Vater gesucht. Man hat versucht diese Angelegenheit zu vertuschen. Es ist ganz offentsichtlich, dass man meinen Vater gefoltert hat und dass man ihn, nachdem sein Zustand sich verschlechtert hatte, auf die Fahrgleise gelegt hat, damit man der Sache den Schein eines Zugunglückes geben konnte.

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